MR Dr. med. Rainer Wander
Facharzt für Allgemeinmedizin

Naturheilverfahren - Homöopathie - Chirotherapie - Spezielle Schmerztherapie

CANTHARIDENPFLASTER

Das Cantharidenpflaster (blasenziehendes Pflaster) ist ein seit langem bekanntes Ausleitungsverfahren und wird bei umschrieben auftretenden Schmerzen besonders im Rahmen degenerativer Leiden und auch bei Ohrgeräuschen (Tinnitus) angewendet. Das Cantharidenpflaster wird an einer bestimmten Stelle des Körpers fixiert und verbleibt 12 bis 20 Stunden.

Während der Einwirkzeit des Pflasters kann ein intensives Wärme- oder Hitzegefühl auftreten, weil die Durchblutung und somit der Stoffwechsel von Muskeln, Bindegeweben und Gelenken angeregt wird. Der Pflasterinhaltsstoff lässt während dieser Zeit eine mit lymphähnlicher Flüssigkeit (Schlackenstoffe des Gewebes) gefüllten Blase entstehen. Die Ausscheidung über die Haut führt unter anderem zur Schmerzlinderung.

Nach Entfernung des Pflasters wird die Flüssigkeit unter sterilen Bedingungen abgelassen oder abpunktiert, die entstandene Wundfläche wird bis zur Abheilung, die ca. drei bis vier Tage dauert, verbunden. Ein eventuelles Nachnässen ist sogar erwünscht, da es das Gewebe zusätzlich entlastet.

Bei sachgerechter Anwendung ist die Therapie mit dem Cantharidenpflaster ohne gravierende Nebenwirkungen, theoretisch könnte es an der behandelten Stelle zu einer Infektion kommen. Die behandelte Stelle hinterlässt eine gewisse Zeit eine Braunverfärbund der Haut die lediglich kosmetisch stören könnte.