MR Dr. med. Rainer Wander
Facharzt für Allgemeinmedizin

Naturheilverfahren - Homöopathie - Chirotherapie - Spezielle Schmerztherapie

BAUNSCHEIDT VERFAHREN

Das Baunscheidtverfahren ist eine seit alters bekannte Therapiemethode für ausgedehnte Schmerzareale besonders bei degenerativen Leiden. Durch Behandlung der Haut wird dabei die Durchblutung (und damit der Stoffwechsel) von Muskeln, Bindegeweben, Gelenken und reflektorisch von den inneren Organen angeregt.

Bei der Behandlung werden bestimmte Hautareale mit einer Metall-Nadelrolle minimal verletzt und anschließend mit einem hautreizendem Öl (Andechser Öl, Gemisch verschiedener ätherischer Öle und Histamin) eingerieben, es wird eine intensive Durchblutung von Haut und tiefergelegenen Geweben erzielt, dies ist an einem Wärme- und Brenngefühl oder an einem Juckreiz zu spüren.

Darüber hinaus werden die Schlackenstoffe in Form von vorübergehend auftretenden sterilen Pickeln und Pusteln über die Haut ausgeschieden, was zu einer Hautreinigungsfunktion und auch zu einer Schmerzlinderung führt. Im behandeltem Gebiet kommt es zur Rötung und Quaddelbildung.

Komplikationen: In Einzelfällen wurde die Bildung kleinster Narben beobachtet.

WIE ENSTANDT DAS BAUNSCHEIDTVERFAHREN

1848 erfand der Gewerbelehrer und Mechaniker Carl Baunscheidt die nach ihm benannte Heilmethode. Der an Gicht leidende Carl Baunscheidt konnte im Alter von 36 Jahren sein Werkzeug nicht mehr halten. Er machte die Erfahrung, daß nach Mückenstichen in seine Hände sowohl die Steifheit als auch die Schmerzen vergingen. Dieses Phänomen kopierte er. Er erfand den Lebenswecker, der wie ein Mäckenstich die Haut öffnet und ergänzte dieses Gerät mit einem Pflanzenöl, das für Rötung, Juckreiz und Pusteln sorgte. Aufgrund der Empfehlung der Bonner Medizinischen Fakultät trat der Baunscheidtismus seinen Siegeszug durch die Welt an. Heute beschreibt man die Baunscheidt Therapie auch als Akupunktur des Westens.